Ich möchte Euch mit meinem Jahresbericht einen kurzen Überblick über unser Jubiläumsjahr geben. Ich denke, manch einem ist nicht bewusst, wie viel wir in unserem Jubiläumsjahr tatsächlich geleistet haben.
Es begann - so wie man sich es vorstellt - mit einem Apero im Mehrzweckgebäude.
Bei einem Glas Wein und etwas zu Knabbern stellte uns das OK des Jubiläums die MGW der letzen 100 Jahre vor und er- läuterte unsere nächsten Aktivitäten und Ziele.
Präsident Rudolf Künzi
Danach stürzten in den Probebetrieb der Februar und März ausfüllten. Unterbrochen wurden die Proben nur durch ein tolles Ski-Wochenende im Februar und den CD- Aufnahmen im März.
Der April begann mit einem Auftritt an der GV der Raiffeisenbank. Zwischen den zwei Auftritten, die wir zu bestreiten hatten, konnten wir im Spycher etwas trinken und uns mit mit Hilfe der Powerpoint-Präsentation von Markus Graf das Marschmusikprogramm einprägen. Nach dem zweiten Auftritt stand noch die ausserordentliche Vereinsversammlung an, an der wir das bereinigte Budget verabschieden konnten.
Ende April fand unser Frühlingskonzert statt. Auch hier waren neue Herausforder- ungen zu meistern, fand es doch das erste Mal im Mehrzwecksaal statt.
So schön wie der neue Saal ist, hat er doch einen kleinen aber für uns gewichtigen Nachteil: Für die ganze Musik ist die Bühne zu klein. Dank der Initiative unseres Dirigenten konnten Bühnenelemente organisiert werden.
Das Konzert wurde ein grosser Erfolg. Ein grosser Dank an alle, die sich dafür eingesetzt haben.
Der Mai hatte nebst den Proben auch noch zwei Anlässe zu bieten.
Als Erstes der abgespeckte Kreismusiktag in Matten, zu dessen Organisation auch die MGW beigetragen hatte. An diesem Musiktag durften wir zwei Veteranen feiern: Zysset Res und Borter Trix. Herzliche Gratulation für 30 Jahre Musik!
Als zweiter Anlass stand die Einweihung der Ausstellung im Heimatmuseum auf dem Programm. Dieses Projekt kam vor allem durch die Initiative von Häsler Andreas mit kräftiger Unterstützung von Wyss Erika und Roland zustande. Hier meinen Dank für ihre grosse Arbeit.
Der Juni stand ganz im Zeichen der Eidgenössischen Musikfestes in Luzern. Trotz der manchmal harzigen Proben bei der Marschmusik, sei es bedingt durch den Regen oder den nicht ganz lückenlosen Probenbesuch, reiste die MGW am 24. Juni mit Vorfreude und Optimismus nach Luzern.
Nach einer für die erstaunt zusehenden Passanten lautlosen Marschmusikprobe auf dem Rasen vor dem Konzertsaal ging es an Pflicht- und Selbstwahlstück. Nachdem die beiden Vorträge der MGW gut gelungen waren, lockerte sich die Stimmung zusehends.
Kurz nach dem Mittag hiess es noch einmal volle Konzentration für die Marsch- musik. Trotz der Mittagshitze gelang uns eine super Darbietung. Sie wurde von den Jurimitgliedern mit 268 Punkten belohnt. Das sollte an dem Tag in dieser Klasse niemand mehr übertreffen und so erreichte die MGW den ersten Rang.
Die Freude war natürlich gross und da jetzt keine musikalischen Verpflichtungen anstanden, konnten wir uns ins Festgetümmel stürzen. Wie ich mitbekommen habe, wurden die Festivitäten ausgiebig genutzt.
Am Sonntag hatte man Zeit, sich andere Musikdarbietungen anzuhören oder das KKL zu bestaunen.
Nach der Rückfahrt ging es dann traditionell mit Marschmusik zum Hotel Bären, wo wir noch die Grüsse der anderen Dorfvereine und von der Gemeinde ein Präsent in Empfang nehmen durften. Danke den Organisatoren, die das Ganze super im Griff hatten.
Ich denke, es war ein Fest, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Nach den Examensumzügen in Wilderswil und Gsteigwiler hatten wir eine verdiente Sommerpause.
Am 31. Juli fand das Dorffest statt. In dessen Rahmen konnten wir unsere CD taufen. Es war ein würdiger Anlass, der viel Anklang fand. Die viele Arbeit am Fest wurde zusammen mit anderen Dorfvereinen mit grossem Einsatz bewältigt.
Der August stand ganz im Zeichen der Platzkonzerte.
Anfang September war das ganze Bödeli von Trachtenleuten übersäät:
Das Unspunnenfest hat mit einjähriger Verspätung doch noch stattgefunden. Auch hier hatten wir unsere Einsätze. Sei es am Freitag beim Sternmarsch, beim Kofferschleppen in der Garderobe oder am Sonntag beim Umzug. Es war ein eindrückliches Fest, speziell der Umzug mit den Massen an Zuschauern.
Ebenfalls in das Septemberprogramm gehörte der Jungfraumarathon mit dem an- schliessenden Ständli im Altersheim Sunnsyta.
September und Oktober waren den Proben und den Vorbereitungen auf das Jubi- läumsfest gewidmet. Dabei wurde kurzfristig entschieden, die Herbstferien ausfallen zu lassen und weitere Proben durchzuführen.
Dann war es endlich soweit: Unser Jubiläumsfest stand vor der Tür. An drei Tagen wurde musiziert, gefeiert, gegessen und getrunken. Auch unsere Freunde von Attenweiler waren wohlbehalten eingetroffen und erfreuten uns mit ihrer Musik. Es konnten alte Freundschaften aufgefrischt und neue geschlossen werden. Der Festakt war rundum gelungen und die Reihen der Gratulanten wollte nicht ab- reissen.
Am Sonntagmorgen konnten wir mit einem Gottesdienst unsere neue Uniform ein- weihen, auch das ein Morgen, der sicher in Erinnerung bleiben wird.
Ich könnte noch lange weiterschreiben, gäbe es doch noch so viel zu erwähnen. Aber die Erinnerungen sind sicher bei jedem noch präsent. So belasse ich es jetzt bei einem grossem Danke an die Organisatoren, die Spon- soren, die vielen freiwilligen Helfer und nicht zuletzt bei jedem Einzelnen von euch für den riesigen Einsatz.
Im November wurde wieder fleissig geübt und die neue Literatur für das Kirchen- konzert einstudiert. Am Samstag konnten Schild Ursi und Fritschi Hansueli an der Delegiertenver- sammlung des BKMV die Ehrung für 35 beziehungsweise für 50 Jahre aktives Musizieren in Empfang nehmen. An dieser Stelle den Jubilaren nochmals herzliche Gratulation.
Das Kirchenkonzert war ein schöner Abschluss des musikalischen Jahres. Richtig gut gefallen hat mir, dass die Jungbläser das Konzert mit uns eingeübt hatten und mitspielten.
Der Lottomatch fand in diesem Jahr wieder Restaurant Christina statt. Nach leichten Ermüdungserscheinungen konnten doch noch alle Posten besetzt werden und den für unsere Kasse wichtigen Anlass ohne Probleme durchgeführt werden.
Der Höck war der gemütliche und lustige Ausklang des Jubiläumsjahres 2006.
Es gäbe über dieses Jahr noch viel zu sagen, zum Beispiel dass wir auch zwei Mal umgezogen sind oder die Berichterstattung der Jungfrauzeitung vom Januar einen kleinen Sturm im Wasserglas auslöste, aber ich denke hier und jetzt ist es genug.
Ich bin sicher, dass das Jahr 2006 wenn ich ein alter Klaus bin noch manche Geschichte mit dem Anfang "Weisch no denn...?" hervorbringen wird.
Mir bleibt nur noch, allen ein grosses Dankeschön auszusprechen, die uns in irgendeiner Form unterstützt haben:
Der Gemeinde für Ihren Beitrag, über das Jahr und an den Jubiläumsanlass, dem Abwart Ueli Schlunegger für seine Geduld, wenn wieder mal ein Spezialwunsch anstand, unserem Dirigenten Markus Graf für die gute Führung durch das Jahr und das Eidgenössische Musikfest, Feuz Hans für seine Arbeit mit den Tambouren und schliesslich allen, die dazu beitragen haben, dass der Verein auch organisatorisch funktioniert, unseren Gönnern und Sponsoren, die sich in diesen Jahr von der beson- ders spendenfreudigen Seite gezeigt haben, Arthur von Allmen für das kostenlose Überlassen vom ehemaligen Zig-Markt während dem Sommerhalbjahr und nicht zu- letzt Euch allen, welche die ganze Arbeit mitgetragen haben - manchmal mit Murren, aber immer mit vollem Einsatz.